yynxa n.1.1 Sechs verschiedene Stoffe in einem Testgewebe ("Multifibre 6")

"Ein .... Stoff ist Materie regelmäßiger Beschaffenheit, die sich durch die Elementareinheiten, aus denen sie zusammengesetzt ist, definiert. Diese Elementareinheiten können Atome, Moleküle oder (Ionen) (etwa bei Salzen) sein. Chemische Stoffe werden durch ihre physikalischen Eigenschaften, wie Dichte, Schmelzpunkt, elektrische Leitfähigkeit etc., charakterisiert (http://goldbook.iupac.org/C01039.html)
Jeder Stoff besitzt eine Masse, hat ein Volumen (Platzbedarf) und besitzt Innere Energie .... Man unterscheidet zwischen Reinstoffen (Elemente oder Verbindungen) und Gemischen". 
Das Testgewebe ist aus den 6 Stoffen, den Naturfasern Wolle (Photo 1: Wool), Baumwolle (Cotton), den Synthesefasern Polyacryl, Polyester, Nylon und der halbsynthetischen Fasern Triacetat gewoben.

Aufgabe
Du sollst die Eigenschaften der 6 Stoffe in Bezug auf Benetzbarkeit  (Photo 2: +W), Färbbarkeit (Photo 3: Fa),  Wärme-Beständigkeit (Photo 4, 5) und Kompostierbarkeit (Photo 6: KO) untersuchen.
Material
Experimentiertablett (= längs halbierter TetraPak®-Behälter), Testgewebe MULTIFIBER 61), Schere, Staedler Permanent Marker S, Plastik-Tropfflasche 10 mL mit Wasser, Ampulle breit (5 mL), isolierter Kuperdraht als "Reagenzglas-Halter", Mikrospiritusbrenner, Kerzenbrenner mit Zubehör, Aluminiumfolie (6 x 6 cm), kleiner Blumentopf mit Gartenerde.  
Bezugsadresse: 1) Testfabrics, Inc.  415 Delaware Av. P.O. Box 26 West Pittston, PA 18643 USA, testfabrics@aol.com
Durchführung 1 (+W)

1. Schneide sechs Streifen aus dem Testgewebe MF 6 (Zellulosediacetat, Baumwolle, Polyamid, Polyester, Polyacryl, Wolle).
2. Markiere sie beginnend an dem markierten Rand mit den Zahlen 1 bis 6 (Photo 2).
3.
Bringe aus der Pipette tropfenweise Wasser direkt auf die Zahlen des 1. Streifens.
4. Vergleiche bei den Stoffen 1 bis 6, wie lange es dauert, bis das Wasser aufgesaugt wurde.

5. Füge so viel Wasser zu, wie die Streifen aufsaugen können.
Durchführung 2  (Fa)

1. Fülle eine Ampulle halb mit einem wässerigen Extrakt aus Walnussfasern (alternativ Rotkraut- oder Petunien-Extrakt, Wasser + Universalindikator, ...).
2. Gib den 2. Streifen dazu und erhitze 5 Minuten lang  über einem der Brenner. 
3.
Ersetze die gefärbte Lösung durch klares Wasser und wiederhole das Erhitzen, trockne den Streifen
(Photo 3).
Durchführung 3
1. Zerschneide den Streifen 3 in die 6 verschiedenen Stoffe.
2. Lege sie dicht nebeneinander auf ein Stück Alu-Folie, markiere diese
(in Photo 4 die Stoff-Stücke) mit 1 - 6.
3. Lege diese zusammen mit der Folie auf den vorgeheizten Deckel des Kerzenbrenners (Photo 5).

Durchführung 4  (KO)
Halte den Streifen 4 einige Monate lang in einem Blumentopf mit regelmäßig befeuchteter Gartenerde (Photo 6).
Beobachtungen

Vergleiche deine eigenen Beobachtungen mit denen in den Photos und schreibe sie auf.
Erklärungen
zu 1: Für das Aufsaugen des Wassers sind die Kapillarität der verwobenen Fasern verantwortlich.
zu 2:
Juglon, der braune Farbstoff des Walnuss-Baumes, bildet in wässeriger Lösung negative Ionen. Proteine der Wolle haben positiv geladene Abschnitte. Dadurch können beide Ionenbindungen miteinander bilden.
zu 3: Kunstfasern bestehen oft aus thermoplastischen Kunststoffen Sie lassen sich nach Erwärmen in einem bestimmten Temperaturbereich plastisch verformen. Die Fasern vereinigen sich zu einer Schmelze.
zu 4: Zellulose der Baumwolle und Eiweißstoffe der Wolle dienen bestimmten Mikroorganismen als Nahrung. Sie werden zu löslichen Stoffe (Zucker und Aminosäuren) verdaut.


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