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Material
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Experiment
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Schematische
Darstellung
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10.2.4 Modell
eines Daniell-Elements = Galvanische Zelle mit zwei Halbzellen und einer
Salzbrücke 1
Ein Daniell-Element
- benannt nach J.F.
Daniell - ist eine spezielle aus 2 Behältern bestehende Galvanische
Zelle. Behälter 1 enthält Zink-Metall, das in Zinksulfatlösung
taucht (= Halbzelle
1), Behälter 2 Kupfer-Metall
in Kupfersulfatlösung.( = Halbzelle 2). Die Lösungen in beiden
Halbzellen stehen über eine Salzbrücke
in Verbindung. Diese enthält Kaliumchlorid-Lösung. Im folgenden
Experiment dienen 2 gelbe Pipettenspitzen(1) als Behälter. Sie stecken
in einer Ampulle (2), die als Salzbrücke dient. Durch sie fließen
z.B. Sulfat-Ionen in die Zink-Halbzelle und Zink-Ionen in die Kupferhalbzelle.
Der Stromkreis
wird geschlossen, indem Elektronen über ein Multimeter von der Zink-Elektrode
zur Kupfer-Elektrode fließen.

Material
(Abb. 1)
Experimentiertablett,
2 gelbe Pipettenspitzen (1), abgeschnittener Kopf einer Plastikpipette, Digitalmultimeter
Voltcraft (3), rotes und schwarzes Kabel mit Krokodilklemmen (4), Watte (5), verzinkter
Blumendraht (Zn), abisolierter Kupferdraht (Cu), Schere (6), 1M Lösungen
von Zinksulfat (7), Kaliumchlorid (8),Kupfer(II)sulfat
(9), Stativ (Verpackung für Vacutainer).
Aufgabe
Baue eine Zink-
und eine Kupfer-Halbzelle in Pipettenspitzen, verbinde sie zu Galvanischen
Zellen (Abb. 2), miss
die Spannung (Abb. 2).
Experiment
(Abb. 2)
1. Schneide den Kopf einer
Plastikpipette als Salzbrücke ab.
2. Fülle 1 ml Kaliumchloridlösung in diesen Behälter und stelle
sie in ein Stativ.
3. Verschließe die
unteren Öffnungen der beiden Pipettenspitzen mit je einem winzigen Stück Watte.
4. Stelle die beiden Pipettenspitzen
nebeneinander in die Salzbrücke. Warte, bis sich die Watte voll Lösung
gesaugt hat.
5. Fülle die eine
Pipettenspitze Luftblasen-frei mit Zinksulfat-Lösung, die andere mit Kupfersulfatlösung.
6. Verbinde ein Stück
verzinkten Kupferdraht mit der COM-Buchse des Multimeters und ein Stück Kupferdraht
über ein zweittes
Kabel mit der V-Buchse.
7. Stelle dad Multimeter
auf 20 V Gleichspannung
ein.
8. Tauche die Drähte in die Lösungen ihrer Salze, lies die Spannung
ab.
Beobachtungen
In dieser Galvanischen
Zelle wird eine Potentialdifferenz von 1,07 V zwischen der Zink-Halbzelle
(negative Elektrode) und
der Kupfer-Halbzelle (positive Elektrode) gemessen (Abb.
2).
Erklärung
(Abb.
3)
a) In der linken
Halbzelle gehen an der Grenzschicht Zn/Zn2+
Zink-Atome unter
Zurücklassung ihrer Elektronen in Lösung.
Oxidation:
Zn(s) --> Zn2+(aq) + 2e-
Anode (negative
Elektrode der Galvanischen Zelle) ist immer die Grenzschicht zwischen der
Oxidationselektrode und dem umgebenden Elektrolyten (= Ionen-Lösung.
b) In der rechten
Halbzelle scheiden sich an der Grenzschicht Cu/Cu2+
Kupfer-Atome (unter
Aufnahme von Elektronen aus dem metallischen Leiter) ab.
Reduktion:
Cu2+(aq) + 2e- --> Cu(s).
Kathode (positive
Elektrode der Galvanischen Zelle) ist immer die Grenzschicht zwischen der
Reduktionselektrode und dem umgebenden Elektrolyten.
Ein Fluss
von Ionen erfolgt hier zwischen den in die Kaliumchlorid-Lösung
tauchenden (porösen) Halbzellen.
Die Elektronen
fließen im metallischen Leiter von der Zink- zu der Kupfer-Halbzelle.
Insgesamt läuft
also eine indirekte Redoxreaktion ab:
Cu2+(aq) + Zn (s) --> Cu(s) +
Zn2+(aq)
Die
Standard-Reduktionspotentiale
der beiden Halbreaktionen Zn --> Zn2+
+ 2e- Cu2+
+ 2e- --> Cu sind - 0,76 V und + 0,34 V.
Theoretisch
ist unter
den vorliegenden Standardbedingungen eine
Potentialdifferenz von 1,1 V zu erwarten.
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Veröffentlichung: 24.01.2005................letzte
Veränderung: 13.12.2011